Ganztagshauptschulen
Im Schuljahr 2007/08: 2.900 offene Ganztagsschulen im Primarbereich (OGS), davon etwa 150 Förderschulen mit Primarstufe. Im Schuljahr 2007/08: 134 neue erweiterte Ganztagshauptschulen und 25 neue erweiterte Ganztagsförderschulen.
Der Zeitrahmen der neuen erweiterten Ganztagshaupt- und -förderschulen im Sekundarbereich umfasst für die Jahrgangsstufen 5 bis 7 ein Angebot an vier Tagen der Woche von 08:00 Uhr bis 16:00 Uhr sowie an einem einheitlich festgesetzten Tag ein Angebot von 08:00 Uhr bis 14:45 Uhr. Für die Jahrgangsstufen 8 bis 10 soll ein nach pädagogischem Bedarf altersgerechtes und modifiziertes Angebot an mindestens drei Tagen in der Woche sichergestellt werden.
Die neuen erweiterten Ganztagshaupt- und -förderschulen sollen zu verbesserten Bildungs- und Abschlusschancen durch individuelle Förderung der Stärken und durch den Ausgleich von Lernrückständen insbesondere von Lernschwächeren beitragen. Sie helfen, Benachteiligungen von Schüler(inne)n aus "bildungsfernen" Milieus auszugleichen und die Chancen beim Übergang in Ausbildung und Beruf nach Abschluss der Sekundarstufe 1 zu verbessern.
Diese Ziele werden insbesondere dadurch erreicht, dass
* sinnvoll rhythmisierte Lernzeiten am Vor- und Nachmittag ein erfolgreiches Lernen unterstützen,
* bedarfsgerechte Förderkonzepte und -angebote zur Stärkung fachlicher und überfachlicher Kompetenzen und der Persönlichkeitsbildung beitragen,
* Schüler(innen)interessen durch zusätzliche fachbezogene oder fächerübergreifende Lernangebote gefördert werden,
* zusätzliche Lernzugänge und Bildungsangebote z.B. durch gestalterische, handwerkliche, experimentelle, musische und sportliche Arbeitsgemeinschaften geschaffen werden, und
* die Fähigkeiten zu selbstständigem Lernen und Gestalten gefördert werden.
Gemäß § 5 NRW-Schulgesetz ist die Kooperation mit außerschulischen Partnern, hier insbesondere der Jugendhilfe, auch in den neuen erweiterten Ganztagshaupt- und -förderschulen von zentraler Bedeutung. Die Zusammenarbeit mit der Jugendhilfe und anderen Partnern soll auch das Erreichen der ambitionierten Ziele der "Qualitätsoffensive Hauptschule" unterstützen. Die für die Durchführung der erweiterten Ganztagsangebote bereitgestellten Mittel können auch für (a) sozialpädagogische Fachkräfte und (b) Angebote der Kinder- und Jugendhilfe oder anderer außerunterrichtlicher Partner der Ganztagsschulen verwendet werden.
Kooperationen im Ganztag an Hauptschulen
Mit zwei Jahren Erfahrung mit Ganztagsgrundschulen und einer stetigen Weiterentwicklung des Konzepts war der Kreissportbund auch für die Mitarbeit an den neu entstandenen Ganztagshauptschulen gerüstet. Im August 2006 schloss er mit dem Kreis Olpe einen Kooperationsvertrag und engagiert sich seit dem Schuljahr 2006/2007 an zwei Hauptschulen. "Zu Schuljahresbeginn haben wir mit den Schulen Wünsche sondiert und Vereine angesprochen", berichtet Wiebke Schandelle. "Derzeit bieten wir in den Schulen vier Angebote, im kommenden Schuljahr kommen zwei weitere Ganztagshauptschulen hinzu."
Den Ganztagshauptschulen wurden Tanzen, Ballsport , Selbstverteidigung, Schwimmen, American Sports und Erlebnispädagogik angeboten. Zusätzliche, speziell auf die Ganztagshauptschulen zugeschnittene Angebote sind unter anderem Ausbildungen zu Sporthelfern, Spielfestbetreuern und Pausensporthelfern sowie ein Schachschuldiplom. Diese werden von den Übungsleitern der Vereine durchgeführt.
"Das Resümee des ersten Jahres fällt positiv aus", erklärt die Pädagogische Leiterin. "Die Schülerinnen und Schüler und der Kreis Olpe bezeichnen die Partnerschaft als gelungen, und nach Rückmeldung der Schule können wir unser Angebot im nächsten Schuljahr erweitern."
Ganztagsrealschule/ Übermittagsbetreuung Gymnasien
Neben den Ganztagshauptschulen in Attendorn und Finnentrop ist der Kreissportbund auch Kooperationspartner der Realschule Finnentrop.
Seit dem Schuljahr 2010/2011 ist der KSB Olpe ebenfalls Partner am Rivius Gymnasium in Attendorn.
