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19.5.2012 : 15:39 : +0200

Ansprechpartner:

Wiebke Schandelle

Geschäftsführung Päd. Leitung

tel.: 02761/94298-20

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Sport in der Krebsnachsorge

In den letzten Jahren wird in verstärktem Maße die Bedeutung des Sports für eine gesundheitsfördernde Lebensführung erkannt und seine Möglichkeiten zur Krankheitsbewältigung genutzt. Dies gilt auch für Personen, die von Krebserkrankungen betroffen sind.

Bewegung und Sport im weitesten Sinne können einen Beitrag zur physischen, psychischen und sozialen Stabilisierung leisten. Derzeitig existieren in Deutschland mehr als 600 spezielle Krebsnachsorge-Sportgruppen. In Nordrhein-Westfalen sind dem Landessportbund zurzeit 300 Gruppen gemeldet.Zurzeit 300 Gruppen in Nordrhein-WestfalenIn vielen Gruppen gehen überwiegend Frauen nach einer Brustkrebsoperation sportlichen Aktivitäten nach. Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Frau (ca. 46.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland). Trotz moderner, schonender medizinischer Maßnahmen leiden rund 75% der Patientinnen noch unter zum Teil erheblichen Bewegungseinschränkungen im Arm- und Schulterbereich. Damit einher geht eine Beeinträchtigung des körperlichen und des allgemeinen Wohlbefindens. Häufig kann die berufliche und häusliche Arbeit nicht oder nur unter großen Mühen bewältigt werden.Krebsnachsorge-Sportgruppen bei Prostata-KarzinomSeit 2007 fördert der LandesSportBund gezielt auch den Aufbau von Krebsnachsorge-Sportgruppen für Männer nach Prostata-Karzinom. Eine wissenschaftliche Evaluation begleitet das Projekt. Um Rehabilitationserfolge zu festigen, sind Krebsnachsorge-Sportgruppen am Wohnort eine im Lebensalltag verankerte Gesundheitsressource. Sie können selbstverständlich eine im Einzelfall notwendige Krankengymnastik oder Lymphdrainage nicht ersetzen. Krebsnachsorge-Sportgruppen stellen auch keine Konkurrenz zu Selbsthilfegruppen dar.